My Son von Hoi An aus: Tempelstadt bei Sonnenaufgang, Geschichte und Tipps (2027)

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Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026 · Nächste Prüfung: März 2027 (Eintrittspreis, Showzeiten, Anreise)

KURZ GESAGT: My Son in Vietnam ist eine Tempelstadt der Cham aus Backstein, rund 45 km von Hoi An entfernt und seit 1999 UNESCO-Welterbe. Das Tor öffnet um 6:00 Uhr. Einen echten Sonnenaufgang zwischen den Türmen erleben Sie nur von Dezember bis Februar, ansonsten sind Sie früh einfach fast allein. Ausländer zahlen 150.000 VND, Museum, Elektroshuttle und Tanzvorführungen inklusive. Planen Sie zwei bis drei Stunden vor Ort ein, festes Schuhwerk und Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt.

Viele Rundreisen behandeln My Son als Pflichtprogramm am Vormittag: Bus ab Hoi An, eine Stunde in der Hitze, zurück zum Mittagessen. Das ist schade. Die Tempel liegen in einem geschlossenen Talkessel, umgeben von Hügeln. Hier entspringt der Fluss Thu Bon, der an Hoi An vorbei ins Meer fließt. Früh am Morgen hängt oft Nebel im Tal, die Ziegel leuchten orange, und man hört den Wald statt der Reisegruppen. Hier erfahren Sie, wann sich der Besuch lohnt, was Sie eigentlich sehen und wie Sie den halben Tag sinnvoll in Ihre Zeit in Hoi An einbauen.

45 km1999150.000 VND6:00 Uhr
ab Hoi AnUNESCO-WelterbeEintritt für AusländerÖffnung

Was ist My Son?

Vom 4. bis zum 13. Jahrhundert war My Son das religiöse und politische Zentrum des Königreichs Champa. Die Cham waren Hindus, ihre Könige bauten hier Tempeltürme vor allem für Shiva, aus gebranntem Ziegel und verziert mit Reliefs aus Sandstein. Die UNESCO nennt die Anlage ein herausragendes Beispiel dafür, wie eine einheimische Kultur die Baukunst Indiens übernommen und verwandelt hat.

My Son Tempelstadt: Backsteintürme der Gruppe B, C und D
Gruppe B–C–D, das am besten erhaltene Ensemble von My Son. Foto: Chainwit, CC BY 4.0

Laut UNESCO stehen noch 71 Bauwerke in acht Gruppen. Die Buchstaben, mit denen die Gruppen bezeichnet werden (A bis H, K), stammen von französischen Forschern. Die Vermessung durch Henri Parmentier Anfang des 20. Jahrhunderts ist bis heute die wichtigste Quelle dafür, wie die Türme vor dem Krieg aussahen.

Geschichte in fünf Etappen

1885: Französische Soldaten stoßen auf die überwucherten Ruinen. Um 1897/98 lässt Camille Paris das Gelände freilegen, danach beginnt die Erforschung der Inschriften.

Ruinen der Gruppe A in My Son unterhalb bewaldeter Hügel
Gruppe A heute: Fundamente und herabgestürzte Blöcke im grünen Talkessel. Foto: Tycho, CC BY 3.0

1937 bis 1942: Französische Restauratoren sichern die Gruppen B und D und restaurieren den Turm A1, damals das schönste Bauwerk der Cham.

1969: Amerikanische Bomben zerstören die Gruppe A. Vom rund 24 Meter hohen A1 bleiben Trümmer. Was Sie dort heute sehen, sind vor allem Fundamente und herabgestürzte Reliefsteine.

1999: Aufnahme in die Welterbeliste. Rund um die Hauptgruppen wurde seit 1975 entmint, in der Pufferzone kann laut UNESCO aber noch Munition im Boden liegen. Bleiben Sie auf den Wegen.

2017 bis 2022: Ein Team des Archaeological Survey of India restauriert die Gruppen K, H und A. Dabei taucht in A10 ein Shiva-Lingam auf. Ein monolithischer Linga-Yoni-Altar aus diesem Bereich, der größte in Vietnam, ist inzwischen Nationalschatz.

Sonnenaufgang in My Son: Lohnt sich der Wecker?

Besichtigt werden kann von 6:00 bis 18:00 Uhr, Tickets gibt es von 6:00 bis 17:00 Uhr. Im Juni geht die Sonne schon gegen 5:15 Uhr auf, also vor der Öffnung. Im Dezember und Januar ist es erst gegen 6:05 bis 6:20 Uhr so weit, dann stehen Sie tatsächlich im Tal, wenn das Licht kommt. Für Reisende, die im Winter nach Vietnam fliegen, passt das gut.

Linga-Yoni-Altar in My Son
Ein Linga-Yoni-Altar in der Gruppe B–C–D, das Herzstück eines Shiva-Tempels. Foto: Chainwit, CC BY 4.0

Auch sonst ist die erste Stunde die beste: kühlere Luft, oft Nebel in den kühleren Monaten und freie Sicht auf die Gruppe B, C und D, bevor die Busse eintreffen. Die Fahrt ab Hoi An dauert etwa eine Stunde. Abfahrt also gegen 5:00 Uhr.

Wer nicht so früh aufstehen will, kommt am späten Nachmittag. Ab etwa 15:30 Uhr wird das Licht wieder weich und viele Gruppen sind weg. Das letzte Ticket wird um 17:00 Uhr verkauft.

Anreise ab Hoi An und Da Nang

Nach Angaben der Verwaltung liegt My Son 45 km von Hoi An und 68 km von Da Nang entfernt. Seit Juli 2025 gehört die Anlage zur Stadt Da Nang. Die frühere Provinz Quang Nam gibt es nicht mehr, auf neuen Karten steht die Gemeinde Thu Bon.

Am bequemsten ist ein privater Wagen mit Fahrer, weil Sie die Abfahrtszeit selbst bestimmen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein früher Start nicht realistisch.

Vom Ticketschalter fährt ein Elektroshuttle (im Preis enthalten) etwa 2 km bis zu den Tempeln. Nehmen Sie sich vorher 15 Minuten für das kleine Museum am Eingang. Die Modelle dort zeigen, wie die Gruppe A vor 1969 aussah.

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Eintritt, Tanzvorführungen und Führung

Die offizielle Ticketseite nennt 150.000 VND für ausländische Gäste und 30.000 VND für Kinder von 5 bis 15 Jahren. Im Januar 2026 hat die Verwaltung einen Einheitspreis von 250.000 VND angekündigt. Bei Redaktionsschluss galt er noch nicht. Prüfen Sie den Preis also kurz vor der Reise.

Tänze der Cham gibt es im Vorführungshaus um 9:45, 10:30, 11:15, 14:00 und 16:00 Uhr, am Fuß der Gruppe G um 9:00 und 14:45 Uhr, wenn das Wetter es erlaubt. Ein Guide vor Ort kostet 100.000 VND pro Ticket, ein Ticket gilt für ein bis fünf Personen.

Kleidung und Ausrüstung

My Son ist eine heilige Stätte. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, Klettern auf den Türmen ist tabu. Genauso wichtig ist praktische Kleidung: Die Wege sind aus Erde und Kies und nach Regen rutschig. Tragen Sie geschlossene Schuhe mit Profil statt Sandalen.

Besucher auf einem schattigen Weg in My Son
Schattige Wege zwischen den Gruppen: Tragen Sie geschlossene Schuhe mit Profil. Foto: Andre Hospers, CC BY 4.0

Packen Sie Hut, Sonnencreme, Wasser und Mückenschutz ein. Von September bis Dezember ist in Zentralvietnam Regenzeit, gelegentlich mit Hochwasser. Eine leichte Regenjacke gehört dann ins Gepäck.

Rundgang in zwei Stunden

Starten Sie bei den Gruppen K und H nahe der Shuttlehaltestelle, beide von den indischen Experten restauriert. Weiter geht es zu B, C und D, dem am besten erhaltenen Ensemble. In den langen Hallen von D sind Sandsteinfiguren ausgestellt. Danach zeigt die zerstörte Gruppe A, was verloren ging. Zum Schluss steigen Sie zur Gruppe G auf dem kleinen Hügel.

Geschnitzter Sandsteinsockel, ausgestellt in My Son
Geschnitzter Sandstein in den Hallen der Gruppe D. Foto: Chainwit, CC BY 4.0

FAQ zu My Son

Brauche ich ein Visum für Vietnam?

Deutsche Staatsangehörige können bis zum 14. März 2028 bis zu 45 Tage visumfrei einreisen. Österreicher und Schweizer prüfen bitte die aktuellen Regeln.

Lohnt sich My Son nach Angkor?

My Son ist viel kleiner, aber in Teilen älter und liegt ruhiger im Wald. Sehen Sie es als eigenes Kapitel derselben hinduistischen Geschichte.

Kann ich My Son und Hoi An an einem Tag verbinden?

Ja: morgens My Son, nachmittags und abends die Altstadt. Mehr zu Hoi An finden Sie in unserem Hoi-An-Ratgeber (Englisch) und in unserem Tagesausflug nach Hoi An.

MY SON MIT VIETONE: VietOne Travel ist eine Agentur vor Ort in Vietnam, geführt von einem Gründer mit 33 Jahren Erfahrung im Land. Wir planen My Son als private Tour mit Fahrer und Guide, gern mit frühem Start ab Hoi An oder Da Nang. Den Ablauf sehen Sie in unserem Ganztagesausflug My Son und Hoi An (Englisch). Für Ihren Termin kontaktieren Sie uns.

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